Soldaten: zwei Laufbahnen, zwei völlig verschiedene Rechnungen
Berufssoldat und Soldat auf Zeit klingen verwandt, versorgungsrechtlich haben sie fast nichts gemeinsam. Der eine geht mit 55 bis 62 in den Ruhestand und bekommt ein Ruhegehalt, der andere bekommt Übergangsgebührnisse, eine Beihilfe und eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rente. Sesterio rechnet beide Wege getrennt.
Berufssoldaten
Früher Ruhestand, früherer Bedarf
Die besondere Altersgrenze hängt am Dienstgrad und liegt je nach Laufbahn zwischen 55 und 62 Jahren. Wer mit 55 geht, hat bis zur gesetzlichen Rente ein Jahrzehnt zu überbrücken — das ist der eigentliche Beratungsanlass.
Das Ruhegehalt nach dem Soldatenversorgungsgesetz
Gerechnet auf der Grundlage der Bundesbesoldung, mit der Erhöhung des Ruhegehaltssatzes für Soldaten und dem Ausgleich für die früheren Altersgrenzen. Die vorübergehende Erhöhung für Zeiten vor der Bundeswehr lässt sich ergänzen, wenn sie einschlägig ist.
Dienstunfähigkeit
Dieselbe Gegenüberstellung wie bei Beamten: Versorgung bei Dienstunfähigkeit, Krankenversicherung, Steuer — und das Netto, das dein Kunde in dieser Lage bräuchte.
Soldaten auf Zeit
Übergangsgebührnisse
75 % der Dienstbezüge des letzten Monats, die Bezugsdauer richtet sich nach der Wehrdienstzeit und reicht bis zu 60 Monate. Dazu der Bildungszuschuss während einer Maßnahme in Vollzeit.
Übergangsbeihilfe
Einmalig ein Vielfaches der letzten Dienstbezüge, gestaffelt nach der Dienstzeit. Für sehr kurze Dienstzeiten gilt stattdessen der feste Monatsbetrag.
Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung
Während des Bezugs der Übergangsgebührnisse trägt der Bund die Hälfte — gesetzlich wie privat versichert unterschiedlich berechnet. Den Zuschlag für Kinderlose trägt das Mitglied allein.
Nachversicherung in der gesetzlichen Rente
Die Dienstzeit wird nachversichert, und zwar mit den um 20 % erhöhten Bezügen. Sesterio rechnet daraus die Entgeltpunkte und die Rente, die am Ende tatsächlich aus der Bundeswehrzeit stammt — die Zahl, nach der im Gespräch fast immer gefragt wird.
Woher die Zahlen kommen
- Soldatenversorgungsgesetz in der seit 2025 geltenden Neufassung, in Verbindung mit dem Beamtenversorgungsgesetz des Bundes.
- Bundesbesoldungstabelle im Rechenstand 2026, Dienstgrade von der Mannschaft bis zum General.
- Nachversicherung nach § 181 SGB VI, Kranken- und Pflegeversicherung nach SGB V und SGB XI.
Häufige Fragen
Bekommt ein Soldat auf Zeit eine Pension?
Nein. Wer als Soldat auf Zeit ausscheidet, bekommt Übergangsgebührnisse und eine Übergangsbeihilfe und wird in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Ein Ruhegehalt gibt es nur für Berufssoldaten.
Ab wann geht ein Berufssoldat in den Ruhestand?
Je nach Dienstgrad und Laufbahn zwischen 55 und 62 Jahren. Sesterio kennt die Altersgrenze zum gewählten Dienstgrad und rechnet den Zeitraum bis zur gesetzlichen Altersrente als eigene Strecke.
Wie viel Rente bringt die Bundeswehrzeit?
Die Nachversicherung rechnet mit den um 20 % erhöhten Bezügen. Sesterio weist die daraus entstehenden Entgeltpunkte und die monatliche Rente in heutigen Werten aus, damit dein Kunde die Größenordnung sieht.
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